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Der Wald ist einer der kostbarsten Schätze, die wir auf der Welt haben. Ihn zu schützen und Menschen für seinen Schutz zu begeistern ist eine Aufgabe, die uns täglich aufs Neue motiviert.

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) fördert innerörtlichen Gehölzumbau in Thamsbrück

Foto: © SDW Thüringen
Die Stadt Thamsbrück als eine der ältesten Städte Thüringens ist geprägt durch einen wertvollen alten Gehölzbestand im innerstädtischen Bereich. Besonders geprägt wird dieses Bild durch bis zu 150 Jahre alte Linden und Kastanien. Leider sind durch Krankheit, Überalterung oder im Rahmen von Verkehrssicherungsmaßnahmen viele Bäume im Stadtgebiet abgängig.
 
Während sich bei den Linden durch Straßenbauarbeiten, Verkehrssicherung und Überalterung die meisten Ausfälle zeigen, ist bei den Kastanien eine nachhaltige Schädigung durch die Kastanienminiermotte und entsprechende Beeinträchtigung der Vitalität zu verzeichnen. In den letzen zwei Jahren war der Ortsteilbürgermeister Björn Goldmann dazu gezwungen eine Vielzahl der Bäume fällen oder extrem einkürzen zu lassen.
 
Der Gehölzumbau zum Erhalt des Baumbestandes ist ein erheblicher Kostenfaktor für die kleine Stadt. Die Haushaltssituation der Stadt Bad Langensalza, an die Thamsbrück angegliedert ist, lässt eine Förderung in nötigem Umfang nicht zu.
 
Nachdem die Stadt bereits gute Erfahrung in der Zusammenarbeit bei Projekten mit der SDW hatte, hat sich der Ortsteilbürgermeister erneut an die SDW gewand.
 
Das 2007 von der SDW initiierte Projekt "Thüringer Modell", welches sich vordergründig der Umwandlung von ungenutzten, naturfernen Flächen hin zu einem natürlichen und artenreichen Biotop widmet, wurde 2015 um den innerörtlichen Gehölzumbau erweitert. Thüringer Städte und Gemeinden werden dabei darin unterstützt ihren Baum- und Strauchbestand zu erhalten.
 
Die Ausfälle im Thamsbrücker Stadtbild wurden nun durch eine Pflanzung im Frühjahr 2019 kompensiert. Dabei unterstützte die SDW die Stadt durch die Finanzierung von 14 Säulen-Hainbuchen (Carpinus betulus 'Lucas').
 

SDW Thüringen spendet Bäume für den Schau- und Lehrbienenstand im Saalfelder Feenwäldchen

Foto: © Jens Voigt
Die Flatterulme, von der „Baum des Jahres -Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ zum Baum des Jahres 2019 gekürt, ist eine seltene Baumart. Ihr Erhalt ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Sie stellt eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen in den Monaten März und April dar.
 
Mit der Spende von 3 Flatterulmen unterstützt unser Landesverband den „Bienenaktionstag“ am 01.04.2019 in Saalfeld.
 
„Die naturnah gestalteten Flächen der Saalfelder Feengrotten sind ein günstiger Lebensraum für Bienen. Es müssen Baumartenvielfalt und ein abwechslungsreicher Unterwuchs durch Blühpflanzen vorhanden sein, dass Bienen und andere Insekten ausreichend Nahrung finden“ so Tobias Söllner, Geschäftsführer der SDW Thüringen.
 
Im Feenwäldchen werden die Bäume im Beisein der Schüler der Marco-Polo-Schule von Vertretern des Imkervereins Saalfeld 1903 e.V. und der Saalfelder Feengrotten und Tourismus GmbH gepflanzt.
 

Aufruf: Wo steht Thüringens schönste Flatterulme?

Grafik: © SDW
Die Flatterulme, von der „Baum des Jahres -Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ zum Baum des Jahres 2019 gekürt, ist eine seltene Baumart, deren Erhalt einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leistet. Sie ist die Leitbaumart heute selten gewordener Bach- und Flussauen.
 
Im Gegensatz zu Berg- und Feldulme ist die Flatterulme kaum vom Ulmensterben betroffen. Der für die Krankheit verantwortliche Pilz wird von dem Ulmensplintkäfer übertragen. Dass diese jedoch die Flatterulmen deutlich seltener anfliegen, liegt vor allem an den Rindeninhaltsstoffen, weshalb keine Übertragung des Pilzes stattfindet.
 
Die Flatterulme gehört nicht zu den Bäumen, die wir sofort erkennen. Ein Erkennungszeichen ist die Asymmetrie der Blätter am Blattgrund. Die Unterseite der Blätter ist dicht grau behaart. Ulmensamen findet man manchmal auf Gewässern treibend. Die kleinen „Ufos“ können besonders gut schwimmen und gelangen so an neue Standorte. Bei der Flatterulme ist der Saum dieser Nussfrucht bewimpert und oben v-förmig eingeschnitten.
 
Bei unserem Aufruf kann jeder Bürger eine Flatterulme einreichen, die nach seinem Empfinden die Schönste ist. Der Baum muss dabei nicht unbedingt Gardemaße aufweisen, auch eine besondere Wuchsform kann die Schönheit und Einzigartigkeit bezeugen. Vorschläge mit Standortbeschreibung und Foto können bis zum 31.08.2019 an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Thüringen e.V., Landesgeschäftsstelle, Lindenhof 3, 99998 Mühlhausen / OT Seebach oder per Email an info@sdw-thueringen.de eingesendet werden.
 
Die Auswertung erfolgt im September 2019. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.) Die SDW Thüringen, wird auch dieses Jahr die aussagekräftigsten Einsendungen mit Sachpreisen prämieren.
 

Fortführung der PEFC-SDW-Kooperation

Foto: © SDW Thüringen
  • Mühlhäuser Stadtwald wird zukunftsfähig gemacht
  • Eschentriebsterben-Schadfläche wird aufgeforstet
 
2018 wurde das Kooperationsprojekt zwischen PEFC und SDW Thüringen ins Leben gerufen, um Thüringer Schüler auf das Thema Wiederbewaldung nach Schadereignissen aufmerksam zu machen und ihnen so auf praktische Art und Weise den Wald, seine nachhaltige Bewirtschaftung und die ökosystemaren Zusammenhänge in ihm zu vermitteln. Durch die Schaffung von sichtbaren und dauernden Arbeitsergebnissen sollen, neben der vorrangigen Stärkung der Naturverbundenheit, soziale Kompetenzen gestärkt und der Gemeinschaftssinn der Klasse entwickelt werden.
 
 
 

Starke Zeckensaison erwartet

Foto: © Dieter Schütz / pixelio
  • Milde Temperaturen begünstigen bekannte und neue Zeckenarten
  • Tipps zum Schutz vor Zecken
 
2018 hat den Wäldern zugesetzt, die Zecken hingegen haben davon profitiert. Die höheren Temperaturen und die milden Winter der letzten Jahre haben die einheimischen Zecken begünstigt und zur Verbreitung neuer Arten geführt.
 
Kritisch ist der enorme Anstieg der Zeckenpopulation vor allem, weil die Zecken gefährliche Krankheitserreger übertragen. Dazu gehören Viren, die zu einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) führen können sowie Bakterien, die Borreliose auslösen.
 
Gegen die FSME kann man sich durch eine Impfung schützen. Unerkannt kann diese Hirnhautentzündung zu bleibenden neurologischen Schäden, psychischen Veränderungen und sogar zum Tod führen. Deshalb rät die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Menschen, die sich beruflich in ausgewiesenen Risikogebieten aufhalten und Risikogruppen wie älteren, chronisch kranken Menschen zur Impfung. Ganz Süddeutschland sowie Gebiete in Hessen und Thüringen gehören zu den FSME-Risikogebieten. Wer Urlaub in den beliebten Ausflugsregionen Österreich, Skandinavien oder Norditalien macht, sollte sich ebenfalls impfen lassen.
 

Spaß bis in die Blattspitzen Fröbelwaldfest am 1. Juni an der Oberweißbacher Bergbahn

Frische Waldluft schnuppern, kleinen Sprösslingen neues Leben schenken, sich an traditionellem Handwerk versuchen und ganz nebenbei noch Spannendes über den Wald und seine Bewohner erfahren - herzlich willkommen beim Fröbelwaldfest.

Am 1. Juni 2019 dreht sich an der Oberweißbacher Bergbahn alles um das Thema Wald. Von 10 bis 17 Uhr ist an zahlreichen Stationen im Walderlebnispfad Fröbelwald an der Bergstation der Oberweißbacher Bergbahn Mitmachen und Ausprobieren angesagt.
 
 
Weitere Informationen unter: www.oberweissbacher-bergbahn.com

Starker Partner in Ostthüringen

Seit dem 28. Januar 2019 ist der Landesverband Thüringen, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW Thüringen) um einen weiteren Regionalverband gewachsen. Die Verbandsstruktur kann von nun an durch den „Regionalverband Mittleres Saaletal“ auch in Ostthüringen gefestigt werden.
 
 

Grüngürtel für Ponitz

Foto: © SDW Thüringen
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) setzt sich für die Gesundheit des Waldes und seine schonende Nutzung ein. Ein großes Anliegen der SDW ist es, Thüringer Städte und Gemeinden darin zu unterstützen, ihren Baum- und Strauchbestand zu erhalten. Möglich macht dies das SDW-Projekt „Thüringer Modell“. Es wurde ins Leben gerufen, um mit gezielten Pflanzungen eine Verbesserung der Umwelt und der Landschaft zu bewirken, sowie die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.
 
Am 15.11.2018 pflanzten Vorstandsmitglied Martin Haberkorn und Geschäftsführer Tobias Söllner von der SDW im Rahmen des „Thüringer Modells“ gemeinsam mit dem Bürgermeister von Ponitz, Marcel Greunke, sowie Heide Schürer und Christoph Bauer von der SV SparkassenVersicherung (SV) 28 Bäume und 220 Sträucher im Gewerbegebiet Guteborn bei Ponitz. Die SV unterstützt das Projekt in Thüringen mit 5.000 Euro. "Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für uns, unternehmerischen Erfolg mit ökologischer und sozialer Verantwortung zu verbinden", berichtet Bauer.
 

Flatterulme – Baum des Jahres 2019

Foto: © Horst Schröder / pixelio
Die Flatterulme wird 2019 im Mittelpunkt vieler Aktionen stehen. Dies entschieden heute die Mitglieder des Kuratoriums Baum des Jahres.
 
Die Flatterulme ist eine seltene Baumart, deren Erhalt einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leistet. Sie ist die Leitbaumart heute selten gewordener Bach- und Flußauen. Manche Arten wie der Ulmenblattfloh kommen nur an der Flatterulme vor. Auch für alle anderen spezialisierten Ulmenbesiedler wie den Ulmenzipfelfalter ist sie eine "Rettungsinsel" dort, wo die anderen beiden Ulmenarten dem Ulmensterben zum Opfer fielen.
 

Oberhofer Bienenwald wird vergrößert

Foto: © SDW Thüringen
Um 3 Bäume und 80 Sträucher wurde die im Herbst 2017 erstmalig bepflanzte Fläche am Schau- und Lehrbienenstandes am Schlossberg Oberhof ergänzt.
 
Das ansässige Forstamt in Oberhof, sowie Vertreter der Stadt unterstützten den Landesverband Thüringen, vertreten durch den Geschäftsführer Tobias Söllner, bei der Pflanzung am 05.11.2018 an der Belegstelle, die von Markus Weisheit, Vorsitzender des Ortsverbandes Oberhof der SDW Thüringen initiiert wurde.
 

Die schönste Edelkastanie Thüringens ist gefunden!

Foto: © SDW Thüringen / Jan Turczynski, Annette Triebel, Matthias Wierlacher, Albert Hommel, Laura Hommel
Den Titel „schönster Baum des Jahres Thüringens“ 2018 darf, einstimmig gewählt, das Naturdenkmal „Edelkastanie am Aschenhof“ in Suhl tragen. Ausschlaggebend für die Jury waren neben ihrem Alter von geschätzten 125 Jahren ihre stattliche Erscheinung und der Umstand, dass sie in einem für sie untypischen Klima die Kraft hatte sich zu entwickeln.
 
Am 1. Oktober überreichte der Vorsitzende unseres Landesverbandes, Matthias Wierlacher, im Beisein von Vertretern der Stadt Suhl und des Forstamtes Oberhof, den Einsendern der Edelkastanie, Annette und Klaus Triebel, als Dank für ihre Beteiligung eine Urkunde sowie das Buch „Sagenhafte Bäume in Thüringen“.