SDW pflanzt Flatterulme mit MP Bodo Ramelow in Erfurt

Seit vielen Jahren forciert die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e.V. (SDW) Pflanzungen zum „Internationalen Tag des Baumes“ in Erfurt. Sei es auf dem Gelände der Fuchsfarm oder im Grüngürtel der Landeshauptstadt.
 
Für 2019 wurde die Flatterulme von dem Kuratorium Baum des Jahres zum „Baum des Jahres“ ausgerufen. Sie ist eine seltene Baumart, deren Erhaltung eine große Bedeutung für den Artenschutz ist. Für viele spezialisierte Ulmenbesiedler wie den Ulmenzipfelfalter stellt die Flatterulme eine „Rettungsinsel“ dar, wo Berg- und Feldulme dem Ulmensterben zum Opfer fallen. Ihnen gegenüber ist die Flatterulme dem Ulmensterben weniger anfällig. Durch besondere Rindeninhaltsstoffe und der Struktur der Rinde wird sie weniger von dem Ulmensplintkäfer angeflogen, der den für das Ulmensterben verantwortlichen Pilz überträgt.
 
Als Höhepunkt aller Pflanzungen in Thüringen setzt am 03. Mai der Landesvorsitzende der SDW Thüringen, Matthias Wierlacher, gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, Jochem Instenberg (TMIL) sowie Vertretern der Stadt Erfurt, des Vereins „Freunde der Bundesgartenschau Erfurt 2021 e.V., und den Kindern der Kindertagesstätte „An der schmalen Gera“ eine Flatterulme in den Uferbereich an der Wilden Gera im Umfeld des Parks „Venedig“.

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) fördert innerörtlichen Gehölzumbau in Thamsbrück

Die Stadt Thamsbrück als eine der ältesten Städte Thüringens ist geprägt durch einen wertvollen alten Gehölzbestand im innerstädtischen Bereich. Besonders geprägt wird dieses Bild durch bis zu 150 Jahre alte Linden und Kastanien. Leider sind durch Krankheit, Überalterung oder im Rahmen von Verkehrssicherungsmaßnahmen viele Bäume im Stadtgebiet abgängig.
 
Während sich bei den Linden durch Straßenbauarbeiten, Verkehrssicherung und Überalterung die meisten Ausfälle zeigen, ist bei den Kastanien eine nachhaltige Schädigung durch die Kastanienminiermotte und entsprechende Beeinträchtigung der Vitalität zu verzeichnen. In den letzen zwei Jahren war der Ortsteilbürgermeister Björn Goldmann dazu gezwungen eine Vielzahl der Bäume fällen oder extrem einkürzen zu lassen.
 
Der Gehölzumbau zum Erhalt des Baumbestandes ist ein erheblicher Kostenfaktor für die kleine Stadt. Die Haushaltssituation der Stadt Bad Langensalza, an die Thamsbrück angegliedert ist, lässt eine Förderung in nötigem Umfang nicht zu.
 
Nachdem die Stadt bereits gute Erfahrung in der Zusammenarbeit bei Projekten mit der SDW hatte, hat sich der Ortsteilbürgermeister erneut an die SDW gewand.
 
Das 2007 von der SDW initiierte Projekt "Thüringer Modell", welches sich vordergründig der Umwandlung von ungenutzten, naturfernen Flächen hin zu einem natürlichen und artenreichen Biotop widmet, wurde 2015 um den innerörtlichen Gehölzumbau erweitert. Thüringer Städte und Gemeinden werden dabei darin unterstützt ihren Baum- und Strauchbestand zu erhalten.
 
Die Ausfälle im Thamsbrücker Stadtbild wurden nun durch eine Pflanzung im Frühjahr 2019 kompensiert. Dabei unterstützte die SDW die Stadt durch die Finanzierung von 14 Säulen-Hainbuchen (Carpinus betulus 'Lucas').

SDW Thüringen spendet Bäume für den Schau- und Lehrbienenstand im Saalfelder Feenwäldchen

Die Flatterulme, von der „Baum des Jahres -Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ zum Baum des Jahres 2019 gekürt, ist eine seltene Baumart. Ihr Erhalt ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Sie stellt eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen in den Monaten März und April dar.
 
Mit der Spende von 3 Flatterulmen unterstützt unser Landesverband den „Bienenaktionstag“ am 01.04.2019 in Saalfeld.
 
„Die naturnah gestalteten Flächen der Saalfelder Feengrotten sind ein günstiger Lebensraum für Bienen. Es müssen Baumartenvielfalt und ein abwechslungsreicher Unterwuchs durch Blühpflanzen vorhanden sein, dass Bienen und andere Insekten ausreichend Nahrung finden“ so Tobias Söllner, Geschäftsführer der SDW Thüringen.
 
Im Feenwäldchen werden die Bäume im Beisein der Schüler der Marco-Polo-Schule von Vertretern des Imkervereins Saalfeld 1903 e.V. und der Saalfelder Feengrotten und Tourismus GmbH gepflanzt.

Aufruf: Wo steht Thüringens schönste Flatterulme?

Weinbergen, den 27.03.2019. Die Flatterulme, von der „Baum des Jahres -Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ zum Baum des Jahres 2019 gekürt, ist eine seltene Baumart, deren Erhalt einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leistet. Sie ist die Leitbaumart heute selten gewordener Bach- und Flussauen.
 
Im Gegensatz zu Berg- und Feldulme ist die Flatterulme kaum vom Ulmensterben betroffen. Der für die Krankheit verantwortliche Pilz wird von dem Ulmensplintkäfer übertragen. Dass diese jedoch die Flatterulmen deutlich seltener anfliegen, liegt vor allem an den Rindeninhaltsstoffen, weshalb keine Übertragung des Pilzes stattfindet.
 
Die Flatterulme gehört nicht zu den Bäumen, die wir sofort erkennen. Ein Erkennungszeichen ist die Asymmetrie der Blätter am Blattgrund. Die Unterseite der Blätter ist dicht grau behaart. Ulmensamen findet man manchmal auf Gewässern treibend. Die kleinen „Ufos“ können besonders gut schwimmen und gelangen so an neue Standorte. Bei der Flatterulme ist der Saum dieser Nussfrucht bewimpert und oben v-förmig eingeschnitten.
 
Bei unserem Aufruf kann jeder Bürger eine Flatterulme einreichen, die nach seinem Empfinden die Schönste ist. Der Baum muss dabei nicht unbedingt Gardemaße aufweisen, auch eine besondere Wuchsform kann die Schönheit und Einzigartigkeit bezeugen. Vorschläge mit Standortbeschreibung und Foto können bis zum 31.08.2019 an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Thüringen e.V., Landesgeschäftsstelle, Lindenhof 3, 99998 Mühlhausen / OT Seebach oder per Email an info@sdw-thueringen.de eingesendet werden.
 
Die Auswertung erfolgt im September 2019. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.) Die SDW Thüringen, wird auch dieses Jahr die aussagekräftigsten Einsendungen mit Sachpreisen prämieren.

Fortführung der PEFC-SDW-Kooperation

  • Mühlhäuser Stadtwald wird zukunftsfähig gemacht
  • Eschentriebsterben-Schadfläche wird aufgeforstet
 
 
Mühlhausen, den 25.03.2019. 2018 wurde das Kooperationsprojekt zwischen PEFC und SDW Thüringen ins Leben gerufen, um Thüringer Schüler auf das Thema Wiederbewaldung nach Schadereignissen aufmerksam zu machen und ihnen so auf praktische Art und Weise den Wald, seine nachhaltige Bewirtschaftung und die ökosystemaren Zusammenhänge in ihm zu vermitteln. Durch die Schaffung von sichtbaren und dauernden Arbeitsergebnissen sollen, neben der vorrangigen Stärkung der Naturverbundenheit, soziale Kompetenzen gestärkt und der Gemeinschaftssinn der Klasse entwickelt werden.
 
44 Schüler/Innen der Klassenstufe 6 sowie Schüler der 9. Klasse aus der AG „Umwelt“ der Staatlichen Regelschule „Unstruttal“ beteiligten sich anlässlich des „Internationalen Tag des Waldes“ an dem Projekt zur Aufforstung des Mühlhäuser Stadtwaldes. Nach der kompletten Räumung eines durch Eschentriebsterben stark geschädigten Bestandes wird eine neue Waldgeneration mit zukunftsfähigen Baumarten entstehen.
 
Je 1.200 Weißtannen und Edelkastanien, 300 Vogelkirschen, je 200 Douglasien und Walnuss-Bäume sowie je 100 Eiben und Elsbeeren werden zum 25. März am Forstort „Schalcherode“ in die Erde gesetzt. Dies geschieht unter der fachkundigen Anleitung des zuständigen Fachdienstleiters Forst/Landschaftspflege der Stadtverwaltung Mühlhausen, Jörg Willner. Begangen wird die Aktion gemeinsam mit Hans-Dieter Dörbaum (stell. Landesvorsitzender der SDW Thüringen), Sören Sterzik (Vorsitzender PEFC-Arbeitsgruppe Thüringen), Susann Biehl und Christoph Deselaers (Waldbesitzerverband Thüringen), Dirk Fritzlar (Leiter des Forstamtes Hainich-Werratal), Beate Sill (Bürgermeisterin von Mühlhausen), Jörg Klupak und Andreas Henning (stellv. Landräte des Unstrut-Hainich-Kreises), sowie weiteren Gästen.

Starker Partner in Ostthüringen

Weinbergen, den 05.02.2019. Seit dem 28. Januar 2019 ist der Landesverband Thüringen, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW Thüringen) um einen weiteren Regionalverband gewachsen. Die Verbandsstruktur kann von nun an durch den „Regionalverband Mittleres Saaletal“ auch in Ostthüringen gefestigt werden.
 
Bei der Gründungsveranstaltung in Jena gab der SDW-Landesvorsitzende Matthias Wierlacher einen kurzen Abriss über die Projekte und Aktivitäten in Thüringen und begrüßte das Engagement des Jenaer Stadtförsters Olaf Schubert die Arbeit der SDW Thüringen mit voranbringen zu wollen. Die Mitglieder des neuen Regionalverbandes (RV) entstammen zum einen aus dem Umfeld der Stadtforstverwaltung Jena, aber auch darüber hinaus konnten bereits neue Mitglieder gewonnen werden, so etwa der Ökologe Dr. Gottfried Jetschke aus Jena.
 
Der Schwerpunkt der Arbeit des RV „Mittleres Saaletal“ wird in der Umweltbildung und selbstverständlich im Waldnaturschutz liegen. In beiden haben die Jenaer bereits langjährige Erfahrungen vorzuweisen, dies ist auch die Basis der guten Vernetzung ins Umland. Die Entwicklung eines künftigen Naturerlebniszentrums in Jena begleitet die SDW bereits heute partnerschaftlich. Unter dem Motto „erkennen – erleben – verstehen und handeln“ entsteht ein neuer und zentraler Anlaufpunkt der regionalen Umweltbildung. …

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2017