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(Landesverband)

Tag des Baumes: Hopfenbuche an der Thomaskirche gepflanzt

Foto: © Stadtverwaltung Erfurt
Am 25. April ist internationaler Tag des Baumes. Aus diesem Anlass pflanzten Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein, Jörg Lummitsch, Leiter des Umwelt- und Naturschutzamtes, und Tobias Söllner, Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Landesverband Thüringen, heute eine Hopfenbuche im Thomaspark in der Löbervorstadt.
 
Traditionell wird bereits seit einigen Jahren in Erfurt zum Tag des Baumes auch der Baum des Jahres gepflanzt. Auf der Fuchsfarm ist so schon eine stattliche Baumreihe entstanden und auch in einigen Grünanlagen der Stadt sind sie zu finden. In diesem Jahr gibt es eine Abweichung: Der eigentliche Baum des Jahres 2022 ist die Rotbuche (Fagus sylvatica). Die ausgewiesene Waldbaumart ist für das Erfurter Stadtklima allerdings wenig geeignet –es ist zu warm und vor allem zu trocken. In der Stadt ist die Rotbuche empfänglich für Dürre, büßt schnell an Vitalität ein und wird anfällig für Pilze und andere Schädlinge. Daher wurde eine Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) gepflanzt. Sie ist ein ausgewiesener Stadtbaum – angepasst an das eher trockene und warme Stadtklima. Die Hopfenbuche kommt gut mit Dürre und Trockenstress zurecht, ist aber auch an Frost gewöhnt. In der Baumartenempfehlungsliste des Projekts „Stadtgrün im Klimawandel“ ist sie daher auch enthalten.
 
Beide Baumarten ähneln sich dem deutschen Namen nach – verwandt sind sie jedoch nicht. Die Hopfenbuche ist als Mitglied der Familie der Birkengewächse mit der Hainbuche verwandt, die Rotbuche gehört zur Familie der Buchengewächse.
 
Der Baum wird von der SDW gespendet, die sich für den Schutz, die Erhaltung und Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume, die Artenvielfalt und die naturverträgliche nachhaltige Nutzung des heimischen Waldes einsetzt. Die Pflanzung selbst und die nachfolgende Pflege des Baumes koordiniert das städtische Garten- und Friedhofsamt.
 
„Die Stadt Erfurt will die Vielfalt an Baumarten weiter zu erhöhen, um gegen den Klimawandel gewappnet zu sein“, so Oberbürgermeister Andreas Bausewein. „Gleichzeitig sollen Baumarten gepflanzt werden, die mit den künftigen Klimabedingungen zurechtkommen. Nur so können sie die wertvollen Funktionen für die Gesellschaft erfüllen.“ In Ergänzung zu diesen „Zukunftsbäumen“ sollen an geeigneten Standorten weiterhin heimische Baumarten zum Zuge kommen. „Das bewirkt, dass das sensible Artengefüge von Pflanzen,- Tier- und Pilzarten nicht ins Wanken gerät“, erklärt Jörg Lummitsch, Leiter des Umwelt- und Naturschutzamtes.
 
(Stadtverwaltung Erfurt)

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