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(Landesverband)

Der Frühling ist da!

© Echino / pixelio
Angesichts des fast ausgefallenen Winters gibt es schon die ersten düsteren Prognosen für das Frühlingswetter. Zu trocken, zu warm würde es die Wachstumsphase der Pflanzen und Bäume stark stören.
Frühling ist aber normalerweise positiv besetzt und wir haben Ihnen deshalb ein paar Fakten zu dieser schönen Jahreszeit, die als Synonym für beginnendes Leben gilt, zusammengefasst.
 
Gleich dreimal beginnt für uns der Frühling: Für die Meteorologen hat er bereits am 1. März begonnen, für die Astronomen beginnt er am 20. März um 5.30 Uhr, wenn die Sonne über dem Äquator steht und der phänologische Frühlingsbeginn ist dann, wenn bestimmte Zeigerpflanzen blühen.
 
So beginnt der Vorfrühling mit dem Blühen der Schneeglöckchen und der Haselnuss. Der Erstfrühling beginnt mit der Blüte der Forsythie und der Vollfrühling ist am Start, wenn Apfelbäume und der Flieder blühen.
 
Es riecht nach Frühling
Diesen Satz hört man oft.  Die altbekannte Frühlingsluft gibt es tatsächlich. Da ätherische Öle bei warmer Luft deutlich besser wahrnehmbar sind, können wir die Natur im Geruch so intensiv wahrnehmen. Abhängig davon, wo ein Mensch aufgewachsen ist, interpretiert jeder den Duft des Frühlings individuell für sich. 
 
Frühlingsgefühle und Herzklopfen
Entscheidend für die Frühlingsgefühle ist nicht die Wärme, sondern das Licht. Hast du schon Schmetterlinge im Bauch? Der Frühling gilt als Jahreszeit der Liebenden. Nicht selten ist die Rede von Frühlingsgefühlen. Sobald die Tage länger werden, stellt der Körper den Hormonhaushalt um. Es werden nun verstärkt Endorphine, Testosteron und Östrogen produziert. Auch wird generell mehr Haut gezeigt, was den Hormonschub nochmals ankurbelt. Kein Wunder also, dass unsere Gefühle da Achterbahn fahren.
 
Gäähn… Frühjahrsmüdigkeit
Dieser plötzliche Hormonschub kann schon ziemlich anstrengend sein. Zusätzlich weiten sich die Blutgefäße, der Blutdruck sinkt. Dann lassen sich Symptome wie Schwindel, Antriebslosigkeit und Kreislaufprobleme beobachten. Keine Sorge, nach etwa vier Wochen hat sich der Körper aber an die Umstellung gewöhnt. Ausreichend Bewegung, frische Luft und ausgewogene Ernährung wirken gegen die Müdigkeit.
 
Clevere Pflanzen erkennen den Frühling
Einige Pflanzen messen tatsächlich die Temperatur. Obstbäume beispielsweise beginnen erst nach einer gewissen Anzahl von warmen Tagen zu blühen. Sie summieren sie quasi auf. Deshalb kann sich ihr Zyklus von Jahr zu Jahr um mehrere Wochen verschieben. Andere Pflanzen, zum Beispiel Spinat, reagieren auf das Tag-Nacht-Verhältnis. Sobald ein bestimmter Schwellenwert erreicht ist, beginnen sie zu blühen.
 
Die Bäume glucksen
Im Frühjahr ziehen die Bäume wieder verstärkt Wasser aus dem Boden. Damit wandeln sie die in der Rinde gespeicherte Stärke zu Glukose (Traubenzucker) um – der Treibstoff für das Baumwachstum. Die Bäume glucksen und man kann es tatsächlich hören, wenn man ein Ohr an den Stamm hält.
 
Tierwelt außer Rand und Band
Die Tierwelt gerät jedes Jahr im Frühling in einen Ausnahmezustand der Gefühle. Imponiergehabe, Balzrituale, Tänze: Nichts lassen die Männchen aus, um eine Partnerin zu finden und zum Liebesakt zu kommen. Die Tiere setzen die Signale ein, um sich bei der Fortpflanzung gegen die Konkurrenz von Rivalen behaupten zu können. Frühlingsgefühle und Paarungsverhalten in der Tierwelt sind so vielfältig wie die Arten selbst!
 
Frühling in der Kunst
In allegorischen Darstellungen werden die Jahreszeiten oft mit den menschlichen Lebensaltern gleichgesetzt. Der Frühling steht für die Jugend und wird zum Beispiel durch junge Mädchen, die auf einer blühenden Wiese herumtollen, symbolisiert. Eines der berühmtesten Werke, auf denen der Frühling dargestellt wird, ist "La Primavera" von Botticelli.
 
Beginn des Bienenjahres
Um den zweiten Vollmond im neuen Jahr ist der Tag rund 1 Stunde 15 Minuten länger als zur Wintersonnenwende. Ein Signal für die Natur zu erwachen. Für die Bienen beginnt das neue Bienenjahr. Die Honigbienen gehen vermehrt in Brut.
 
Sonnenstunden
Die durchschnittliche Sonnenscheindauer in Deutschland im Frühling 2019 betrug 515 Stunden. Die meisten Sonnenstunden hatte Brandenburg mit 565, die wenigsten Hamburg mit 515 Stunden.
 
Geschwindigkeit des Frühlings
Die Ausbreitung des Frühlings ist messbar. Auf dem Weg von Portugal, wo er Ende Februar beginnt kommt er mit 40 Kilometer pro Tag Richtung Norden voran.

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