Aktuelles

(Landesverband)

Eichhörnchen in Not

Füttern mit Nüssen im Winter notwendig

Der trockene Sommer hat nicht nur die Landschaften und Wälder ausgetrocknet, sondern hat auch Folgen für die Tierwelt. Arg betroffen sind in diesem Jahr unsere Eichhörnchen. Die aktuelle Situation lässt das Schlimmste für ihre Ernährung im Winter befürchten. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) fordert deshalb die MitbürgerInnen auf, den Eichhörnchen durch gezieltes Zufüttern über den Winter zu helfen.
 
Viele Bäume und Sträucher haben durch die Trockenheit nur wenige Früchte angesetzt und die wenigen oft verkümmert ausgebildeten Exemplare viel zu früh abgeworfen. „So gibt es für die Eichhörnchen im Herbst kaum noch etwas zu sammeln und zu verstecken, damit sie durch den Winter kommen“, erklärt Monika Chevalier-Wiethoff von Eichhörnchen Notruf e.V. die aktuelle Situation, „die Tiere, die oft bereits Ende Januar ihre Kinder versorgen müssen, werfen dann in ihrer Not sogar Jungtiere aus dem Kobel, damit ein Teil der Nachkommenschaft überlebt.“
 
Mit regelmäßigem Füttern mit Nüssen und Sonnenblumenkernen kann jeder den Tieren helfen. Ideal ist eine Eichhörnchen-Futterstation (Kosten: ca. 25 Euro) an einer Wetter geschützten Stelle am Baum, die für Greifvögel und Katzen schwer erreichbar sind. Eine Aufhängung in zwei Metern Höhe erlaubt eine problemlose Reinigung und Nachfüllung des Futterkastens. Außerdem sollte in der Nähe der Futterstelle in einer flachen Schale, die ebenfalls nicht direkt auf dem Boden stehen darf, frisches Wasser zur Verfügung stehen.
 
Die Expertin hat noch einen weiteren Tipp auf Lager. Sie bittet erst dann Sträucher, Hecken und Bäume zurückzuschneiden, wenn die letzten Früchte heruntergefallen sind, damit unsere Wildtiere diese zuvor noch „ernten“ können.
 
Wer ein Jungtier verlassen findet, sollte sich umgehend an eine erfahrene Wildtierstation, einen wildtiererfahrenen Tierarzt oder das Eichhörnchen-Notfallteam unter 0700 – 200 200 12 wenden, da die Aufzucht und Versorgung von Wildtieren sehr anspruchsvoll und das Zeitfenster für die erforderlichen Hilfsmaßnahmen oft sehr klein ist.

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