Aktuelles

(Landesverband)

250 Obstbäume am Pilgerweg

2017 jährt sich die Reformation Martin Luthers zum 500. Mal – ein Ereignis, das in Deutschland und der Welt als Ausgangspunkt religiöser, sozialer, gesellschaftlicher und politischer Veränderungen gilt und eines der großen Ereignisse in der Weltgeschichte ist.
 
Viele Veranstaltungen der unterschiedlichsten Art wurden im Reformationsjahr bundesweit bereits begangen. In Thüringen möchten wir mit einer Pflanzung von 250 Obstbäumen auf einem Teilstück des Pilgerweges zwischen den Klöstern Loccum und Volkenroda, in unmittelbarer Nähe des Klosters Volkenroda, ein Zeichen für die Zukunft setzen.
 
Wir nehmen das Luther zugeschriebene Zitat: „Wenn ich wüsste, dass heute die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ zum Anlass besonders alte Obstsorten zu pflanzen.
 
Am 15. November setzten der Regionalbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Propst Dr. Christian Stawenow, gemeinsam mit dem Landesvorstand der SDW Thüringen und der Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, Birgit Keller, sowie weiteren Gästen die letzten 5 Bäume von insgesamt 250.
 
75 Apfel-, 60 Birn-, 40 Süßkirsch-, 35 Sauerkirsch- und 40 Zwetschenbäume werden die Vielfalt, welche unsere Lebensgrundlage garantiert, in der vorherrschenden ausgeräumten Agrarlandschaft fördern. Alte Obstsorten sind in der modernen Agrarlandschaft nur noch äußerst selten anzutreffen. Sie stellen ein über Jahrhunderte selektiertes genetisches Potential dar. Unsere heutigen Sorten sind an die momentanen Verbraucherwünsche angepasst, genetisch jedoch verarmt. Pomologen schätzen, dass 1.500 alte Apfelsorten in Deutschland existieren. Immer wieder werden neue Sorten entdeckt. Mit dem Erhalt alter Obstsorten wollen wir die Vielfalt, die unsere Lebensgrundlage garantiert, fördern.

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