Aktuelles

(Landesverband)

Ein stabiler Wald braucht Baumartenvielfalt

Foto: © SDW Thüringen
  • Modellprojekt „Waldumbau in den mittleren Hoch- und Kammlagen des Thüringer Waldes“
 
„Um den Folgen des Klimawandels zu begegnen, sind in Thüringen Waldumbaumaßnahmen auf einer Fläche von mehr als 100.000 ha erforderlich. Hierbei sind insbesondere Belange der Forstwirtschaft, des Naturschutzes unddes Tourismuszu berücksichtigen. Dieser Prozess soll an herausragender Stelle beispielhaft gestaltetwerden. […]“ (Auszug aus der Koalitionsvereinbarung der regierenden Parteien in Thüringen aus dem Jahr 2009)
 
Vor diesem Hintergrund wurde von ThüringenForst ein Modellprojekt mit den Kernzielen artenreiche, strukturierte Bergmischwälder sowie ein stabiles Waldökosystem als Anpassung an den Klimawandel entwickelt. Ein waldbaulicher Schwerpunkt bildet dabei die Etablierung von Verjüngungsinitialen mit Großpflanzen im Bestand.
 
Vor dem Problem fehlender Samenbäume als Initiale für einen sukzessionalen Waldumbau über Naturverjüngung pflanzte die SDW im Jahr 2014 gemeinsam mit ThüringenForst und dem Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha die ersten 50 Bäume am Forstort Fallbäche in Oberhof.
 
Auf einer 3 ha großen Versuchsfläche im Schmücker Graben zwischen Großem Beerberg und Schneekopf, Thüringens höchsten Bergen, wurde mit einer zweiten von der SDW unterstützten Pflanzung von 25 Großbäumen, Rotbuche, Bergahorn und Eberesche, die Biodiversität in diesem Forstort gefestigt.
 
Am 08. November wurden von SDW und Vertretern von ThüringenForst sowie weiteren Gästen ein weiterer Beitrag für die Schaffung stabiler, leistungsfähiger Bergmischwälder für Gesellschaft und Natur in Zeiten des Klimawandels geleistet.

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