Naturnaher Waldbau

Laubmischwald
Laubmischwald. (Foto: © Andreas Knoll)

Leitbild des naturnahen Waldbaus in Thüringen ist ein naturnaher, reich strukturierter Wald, der eine geringe Anfälligkeit gegenüber abiotischen und biotischen Gefährdungen aufweist und die von ihm erwarteten vielfältigen Leistungen in dauernder, nachhaltiger und optimaler Weise erbringt.

Grundsätze des naturnahen Waldbaus in Thüringen

  • Die Vielfalt der Waldstandorte beachten
  • Die Entwicklung artenreicher naturnaher Mischwälder generell fördern
  • Durch Förderung von Ungleichaltrigkeit und Stufigkeit dauerwaldartige Strukturen entwickeln
  • Naturverjüngung hat Vorrang
  • Kahlschläge grundsätzlich vermeiden und Verjüngung möglichst unter Schirm
  • Die Waldpflege konsequent am Ausleseprinzip ausrichten
  • Gesundheit und Wertentwicklung (Zielstärke) der Auslesebäume bestimmen
  • das Erntealter bei der Zielstärkennutzung
  • Sukzessionale Entwicklungsprozesse berücksichtigen
  • Wildbestände gemäß Verordnungsorientierung (Hege und Bejagung von Schalenwild) auf ein ökologisch und betriebswirtschaftlich vertretbares Maß senken bzw. auf diesem halten
  • Schäden an Wald und Boden vermeiden
  • Selbstregulierungsvermögen des Waldes stärken - integrierter Waldschutz
  • Integration besonderer Naturschutzziele bei der Waldbewirtschaftung

(Quelle: ThüringenForst)