Ende der 70er Jahre hat die Welternährungsorganisation FAO als
Reaktion auf die globale Waldvernichtung den 21. März zum
"Internationalen Tag des Waldes" ausgerufen.
Leider blieb dieser wichtige internationale Umwelttag in vielen Ländern
fast unbeachtet - und das, obwohl die Probleme des Waldes weltweit von
Jahr zu Jahr größer werden. So verschwinden jährlich in den Tropen und
den borealen Wäldern unverändert etwa 20 Millionen Hektar Wald und
werden Wälder in zahlreichen Ländern durch das ungezügelte Wirtschaften
der Menschen in ihrer Substanz bedroht.
Dabei wissen wir, dass Wälder Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und
Tierarten sind. Wälder sind komplexe und einzigartige Ökosysteme und
vielfach mit einer besonders reichhaltigen und aufeinander abgestimmten
biologischen Vielfalt ausgestattet. Viele Tier- und Pflanzenarten,
darunter zahlreiche seltene und gefährdete Arten, sind ausschließlich an
Waldökosysteme gebunden.Auf den Wald und die biologische Vielfalt,
die er repräsentiert, wirken unterschiedliche menschliche Einflüsse ein.
So wird der Wald in Zeiten des Klimawandels besonders gefordert. Nach
wie vor ist die Belastung der Wälder durch Luftschadstoffe zu hoch.
Einerseits drohen direkte Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere aufgrund
erhöhter Konzentrationen giftiger Schadstoffe, andererseits gefährden
z.B. Bodenversauerung, Schwermetalle im Boden und organische Schadstoffe
auch entlegene Waldökosysteme.
Dringend gefordert sind wirksame, völkerrechtlich verbindliche,
internationale Regeln zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Wälder
- dafür macht sich auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stark!
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