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| Mi 14.04.2010 |
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Gelbe Seiten 02/2010 - Verbandszeitschrift "Unser Wald" |
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Ergebnisse der Thüringer Waldschadenserhebung (WSE) 2009
Allgemeine Schadsituation
Die Waldschadenserhebung 2009 weist in Thüringen
• 35°% der Waldfläche als deutlich geschädigt (Schadstufen 2-4),
• 42°% als schwach geschädigt (Schadstufe 1) und
• 23°% ohne Schadmerkmale (Schadstufe 0) aus.
Sowohl der Anteil der ungeschädigten als auch der Anteil der deutlich geschädigten Bäume hat im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Das Niveau der deutlich geschädigten Bäume befindet sich seit nunmehr sechs Jahren auf gleichbleibend hohem Niveau.
Zustand der Hauptbaumarten
Die Fichte, welche in Thüringen auf 43 % der Waldfläche stockt, weist von den Hauptbaumarten die geringsten sichtbaren Schäden auf. In diesem Jahr beträgt die mittlere Kronenverlichtung 19,6 %. Diese ist damit gegenüber 2008 um weitere 0,7 Prozentpunkte gesunken. Bei der Kiefer, bei welcher der Waldflächenanteil in Thüringen rund 16 % beträgt, liegt die mittlere Kronenverlichtung in diesem Jahr bei 27,7 %. Gegenüber dem letzten Jahr ist somit eine relativ deutliche Erholung um 1,5 Prozentpunkte zu verzeichnen.
Die Erholung beider Nadelbaumarten ist offensichtlich der im Jahreslauf insgesamt ausgeglichenen und gegenüber dem Vorjahr feuchteren Witterung zuzuschreiben.
Mit einem Waldflächenanteil von 20 % ist die Buche die häufigste Laubbaumart in Thüringen. Ihre mittlere Kronenverlichtung stieg 2009 um 3 Prozentpunkte auf jetzt 25,6 Damit ist der positive Trend der letzten drei Jahre ins Gegenteil umgeschlagen. Den größten Einfluss hierauf hatte die starke Fruktifikation, die letztlich die Ursache für die Bildung kleinerer Blätter war. Das Jahr 2009 wird als ein sogenanntes Mastjahr bezeichnet. Für die Buchen bedeutet die Fruchtbildung eine enorme physiologische Belastung. Dadurch steht den Bäumen für Wachstum und Austrieb auch im kommenden Jahr eine deutlich geringere Menge an Reservestoffen zur Verfügung. Die Baumart Eiche, welche rund 7 % der Waldfläche einnimmt, verzeichnet eine Verschlechterung des Kronenzustandes um 1,9 Prozentpunkte auf eine mittlere Kronenverlichtung von 28,5 %. Die Ursache dafür ist in den diesjährig starken Fraßschäden durch die Eichenwickler-Fraßgesellschaft zu sehen.
Der regionale Vergleich der Waldschäden zeigt ein sehr unterschiedliches Bild für die einzelnen Wuchsgebiete. Maßgeblichen Einfluss hierauf haben die standortbedingte Verteilung der Baumarten und die jeweilige Altersklassenverteilung. So ist die starke Zunahme der Verlichtung auf 29,3 % im laubbaumreichen Nordthüringischen Trias-Hügelland mit Beständen höheren Alters zu erklären. Positiv sind die Verläufe im Südthüringisch-Oberfränkischem Trias-Hügelland, wo die Verlichtung um 2 Prozentpunkte auf 20,8°% zurückging und im Wuchsgebiet Thüringer Gebirge, wo die aktuelle Verlichtung 20,3 % beträgt. Hier befinden sich hauptsächlich jüngere Fichtenbestände.
Ausfall von Bäumen/ Ausfallursachen
Die seit Beginn der Waldschadenserhebung immer wieder nachgewiesene Abhängigkeit des Schädigungsgrades vom Bestandesalter hat sich auch 2009 bestätigt. Mit zunehmendem Bestandesalter sind deutlich stärkere Kronenverlichtungen festzustellen als in der Jugendphase.
Im Jahr 2009 war auf 56 WSE-Aufnahmeflächen insgesamt ein Ausfall von 154 Bäumen zu verzeichnen. Das sind wie im Jahr 2008 rund 2 % der Gesamtstichprobe.
Jeweils ein gutes Viertel dieser Bäume (je 26 %) fiel infolge außerplanmäßiger Nutzung wegen abiotischer oder biotischer Schäden (bspw. Borkenkäfer) aus. Momentan "ruhen" 7 WSE-Aufnahmepunkte, da der alte Inventurbestand nicht mehr existiert und noch keine bonitierbare Verjüngung nachgewachsen ist.
Forstliche Maßnahmen für einen gesunden Wald
Die langfristige Erhaltung der Stabilität von Waldökosystemen erfordert geeignete forstliche Maßnahmen zur rechtzeitigen Erkennung von Gefährdungspotentialen, zur Vorbeugung und Begrenzung von Schäden sowie zur Reduzierung von Schadwirkungen. Diese Risikovorsorge ist ein zentraler Bestandteil der nachhaltigen Forstwirtschaft, da dadurch den nachfolgenden Generationen der Wald in seiner multifunktionalen Wirkungsweise übergeben wird.
Naturnaher Waldbau
Nur standortsgerechte, stabile und überwiegend gemischte Wälder können in integrierter Weise den vielfältigen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen gerecht werden. Der naturnahe Waldbau baut auf diesem Ansatz auf und fördert mit einer angepassten Arten- und Strukturvielfalt die ökologischen Gleichgewichte im Wald. Die Grundsätze des naturnahen Waldbaus lauten:
• Entwicklung dauerwaldartiger Strukturen durch Förderung von Ungleichaltrigkeit und Stufigkeit,
• Förderung der Entwicklung artenreicher, naturnaher Mischwälder,
• Vorrang der Naturverjüngung,
• Beachtung der Vielfalt von Waldstandorten,
• Vermeidung von Kahlschlägen,
• Verjüngung unter Schirm,
• Waldpflege nach dem Ausleseprinzip/Zielstärkennutzung,
• Vermeidung von Schäden an Wald und Boden,
• integrierter Waldschutz/Wildbestände gemäß Verordnungsorientierung,
• Berücksichtigung sukzessionaler Prozesse,
• Stärkung der Selbstregulierungsvermögen des Waldes,
• Integration besonderer Naturschutzziele
(Quelle: TMLFUN, Auszug aus dem Forstbericht 2009)
Wald-Jugendspiele 2010
2010 werden zum 18. Mal in Thüringen die Wald-Jugendspiele an folgenden Terminen durchgeführt.

28.04.2010 Hainich-Werratal
06.05.2010 Weida
10.05.2010 Neustadt
11.05.2010 Neustadt
11.05.2010 Kaltennordheim
12.05.2010 Bad Berka
20.05.2010 Schmalkalden
20.05.2010 Jena
26.05.2010 Arnstadt
26.05.2010 Leutenberg
27.05.2010 Arnstadt
27.05.2010 Kaltennordheim
27.05.2010 Oberhof
27.05.2010 Schwarza
31.05.2010 Frauenwald
02.06.2010 Neuhaus
03.06.2010 Kaltennordheim
03.06.2010 Schönbrunn
03.06.2010 Paulinzella
08.06.2010 Bleicherode/S.
09.06.2010 Gehren
10.06.2010 Marksuhl
10.06.2010 Finsterbergen
10.06.2010 Oldisleben
17.06.2010 Schleiz
11.08.2010 Stadtroda
01.09.2010 Leinefelde
02.09.2010 Sondershausen
15.09.2010 Heiligenstadt
15.-16.06.2010 Bad Salzungen
Herbst 2010 Sonneberg
offen Heldburg
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