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 Fr 06.11.2009  Spaten statt Füller - Artikel Erfurter Allgemeine 04.11.2009
Am Kleinen Katzenberg wächst dank der Beteiligung vieler Naturfreunde nun ein junger Mischwald

Die Schüler der Regelschule Kerspleben waren begeistert, als es unterrichtsfrei für die Baumpflanzaktion gab. 4000 Bäume wurden zusammen mit der Stadt, Vereinen, der Bundeswehr und dem Schutzverband Deutscher Wald gepflanzt.

Töttleben. Viele Hände bereiten der Arbeit ein schnelles Ende, pflegten schon die Großeltern zu sagen. 70 Schüler der Kersplebener Regelschule wollten gestern deshalb so schnell wie möglich auf den kleinen Katzenberg bei Töttleben, um dort 4000 Bäume in die Erde zu bringen. Nur 15 Schüler aus der achten, neunten und zehnten Klasse durften mit. Die anderen waren bei dem nasskalten Wetter nicht angemessen bekleidet. Die 15 Jungen und Mädchen ackerten aber umso eifriger, um die fehlenden Arbeitskräfte zu ersetzen. "Löcher buddeln macht so viel mehr Spaß als schreiben und rechnen", ist Beniamino Löbe aus der achten Klasse überzeugt und haut sich mit dem Spaten die dicke Schicht Lehmerde unter der Sohle ab.

Die Schüler sind aber nicht allein auf weiter Flur. Gesponsert wurden Wildapfel, Traubeneiche, Feldulme, Hainbuche, Wildbirne, Feldahorn, Winterlinde und noch viele weitere Bäume vom Schutzverband Deutscher Wald, dessen Anliegen die Aufforstung und die Sensibilisierung für das Kulturgut Wald ist. Hilfe bei der Pflanzaktion bot die Stadtverwaltung an. Das Umwelt- und Naturschutzamt sowie das Garten- und Friedhofsamt waren mit Beratungen und kompetenten Mitarbeitern, unter ihnen Auszubildende aus allen Lehrjahren, sofort zur Stelle, um die Bäume sachgerecht einzupflanzen. Weitere engagierte Unterstützung erfährt die Aufforstung auf dem kleinen Katzenberg durch die Bundeswehr, die Jägerschaft Kerspleben und den Kirmesverein Töttleben.

Damit die Aktion keine einmalige Sache bleibt, möchten die Regelschüler für die Bäume Patenschaften übernehmen. Baumpflegearbeiten, Beobachtungen und die fächerübergreifende Beschäftigung mit dem jungen Wald im Unterricht des grünen Klassenzimmers sollen aus der Pflanzaktion ein nachhaltiges Projekt werden lassen, an dem dann auch die ganze Schule mitwirken kann.

Von Doreen Zander

(Quelle: Erfurter Allgemeine vom 04.11.2009)


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