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| Natürlich bewaldet. |
Etwa ein Drittel der Fläche des Freistaates Thüringen ist bewaldet. Der hohe Waldanteil hat der Region auch den Beinamen „Grünes Herz Deutschlands“ gegeben.
Das Bild dieser einzigartigen, waldreichen Kulturlandschaft wird geprägt von ruhigen, dunklen Fichtenwäldern, rauschenden Buchenwäldern und kleinwüchsigem Moorwald. Auch kleine Eichenmischwälder, Streuobstwiesen und mehr als 500 prächtige Alleen machen diese Landschaft so einmalig.
Besonders faszinierend sind die zahlreichen, bis zu 1000 Jahre alten, sagenhaften Bäume in Thüringen. Der Schutz und Erhalt des Waldes und der Landschaft Thüringens haben für uns höchste Priorität.
Um den Gesundheitszustand der Wälder zu stabilisieren, unternehmen die Waldbesitzer und die Forstverwaltung alles, was in ihren Kräften steht. Die Palette der Maßnahmen reicht von der Erhaltung forstlicher Genressourcen über Bestandsbehandlung, Bodenschutzkalkungen bis hin zur Reduzierung der Schalenwildbestände.
Die Entwicklung der Waldschäden in Thüringen wird jährlich im Rahmen der Waldschadenserhebung (WSE) erfasst und analysiert. So können Aussagen über den Gesundheitszustand des Waldes getroffen, Schadensschwerpunkte lokalisiert, Entwicklungstendenzen aufgezeigt und Hinweise auf Waldgefährdungen gegeben werden.
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Waldzustandsberichte Thüringen
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Waldzustandsbericht 2006 (Auszug aus dem "Forstbericht 2006") |
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Der Wald im Freistaat Thüringen erbringt mannigfaltige Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen für die Menschen. Die Absicherung der Trinkwasserversorgung, z. B. über Tiefbrunnen oder Talsperren, ist den Schutzfunktionen zuzuordnen. Sauberes Trinkwasser ist eine lebensnotwendige Ressource aus unserem heimischen Wald, deren Herkunft vielen Mitmenschen nicht bewusst ist.
Der Nationalpark Hainich war im achten Jahr nach seiner Gründung fest in der Nationalparkregion verankert. Die mit der Eröffnung des Baumkronenpfades nochmals gestiegenen Besucherzahlen belegen seine überregionale Bekanntheit. Die Ziele des Nationalparks Hainich sind nach dem Nationalparkgesetz:
• die Gewährleistung der Schutzfunktion (große Flächenanteile sollen von menschlichen Einflüssen freigehalten werden),
• eine umweltschonende und naturnahe Erholung,
• die Umweltbildung und Forschung, sowie
• strukturverbessernde Maßnahmen in der Region um den Nationalpark. ( kB)
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(Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt)
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Forstberichte
Ergebnisse der Thüringer Waldschadenserhebung (WSE) 2009 - Auszug aus dem Forstbericht 2009
Allgemeine Schadsituation
Die Waldschadenserhebung 2009 weist in Thüringen
• 35°% der Waldfläche als deutlich geschädigt (Schadstufen 2-4),
• 42°% als schwach geschädigt (Schadstufe 1) und
• 23°% ohne Schadmerkmale (Schadstufe 0) aus.
Sowohl der Anteil der ungeschädigten als auch der Anteil der deutlich geschädigten Bäume hat im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr leicht zugenommen. Das Niveau der deutlich geschädigten Bäume befindet sich seit nunmehr sechs Jahren auf gleichbleibend hohem Niveau.
Zustand der Hauptbaumarten
Die Fichte, welche in Thüringen auf 43 % der Waldfläche stockt, weist von den Hauptbaumarten die geringsten sichtbaren Schäden auf. In diesem Jahr beträgt die mittlere Kronenverlichtung 19,6 %. Diese ist damit gegenüber 2008 um weitere 0,7 Prozentpunkte gesunken. Bei der Kiefer, bei welcher der Waldflächenanteil in Thüringen rund 16 % beträgt, liegt die mittlere Kronenverlichtung in diesem Jahr bei 27,7 %. Gegenüber dem letzten Jahr ist somit eine relativ deutliche Erholung um 1,5 Prozentpunkte zu verzeichnen.
Die Erholung beider Nadelbaumarten ist offensichtlich der im Jahreslauf insgesamt ausgeglichenen und gegenüber dem Vorjahr feuchteren Witterung zuzuschreiben.
Mit einem Waldflächenanteil von 20 % ist die Buche die häufigste Laubbaumart in Thüringen. Ihre mittlere Kronenverlichtung stieg 2009 um 3 Prozentpunkte auf jetzt 25,6 Damit ist der positive Trend der letzten drei Jahre ins Gegenteil umgeschlagen. Den größten Einfluss hierauf hatte die starke Fruktifikation, die letztlich die Ursache für die Bildung kleinerer Blätter war. Das Jahr 2009 wird als ein sogenanntes Mastjahr bezeichnet. Für die Buchen bedeutet die Fruchtbildung eine enorme physiologische Belastung. Dadurch steht den Bäumen für Wachstum und Austrieb auch im kommenden Jahr eine deutlich geringere Menge an Reservestoffen zur Verfügung. Die Baumart Eiche, welche rund 7 % der Waldfläche einnimmt, verzeichnet eine Verschlechterung des Kronenzustandes um 1,9 Prozentpunkte auf eine mittlere Kronenverlichtung von 28,5 %. Die Ursache dafür ist in den diesjährig starken Fraßschäden durch die Eichenwickler-Fraßgesellschaft zu sehen.
Der regionale Vergleich der Waldschäden zeigt ein sehr unterschiedliches Bild für die einzelnen Wuchsgebiete. Maßgeblichen Einfluss hierauf haben die standortbedingte Verteilung der Baumarten und die jeweilige Altersklassenverteilung. So ist die starke Zunahme der Verlichtung auf 29,3 % im laubbaumreichen Nordthüringischen Trias-Hügelland mit Beständen höheren Alters zu erklären. Positiv sind die Verläufe im Südthüringisch-Oberfränkischem Trias-Hügelland, wo die Verlichtung um 2 Prozentpunkte auf 20,8°% zurückging und im Wuchsgebiet Thüringer Gebirge, wo die aktuelle Verlichtung 20,3 % beträgt. Hier befinden sich hauptsächlich jüngere Fichtenbestände.
Ausfall von Bäumen/ Ausfallursachen
Die seit Beginn der Waldschadenserhebung immer wieder nachgewiesene Abhängigkeit des Schädigungsgrades vom Bestandesalter hat sich auch 2009 bestätigt. Mit zunehmendem Bestandesalter sind deutlich stärkere Kronenverlichtungen festzustellen als in der Jugendphase.
Im Jahr 2009 war auf 56 WSE-Aufnahmeflächen insgesamt ein Ausfall von 154 Bäumen zu verzeichnen. Das sind wie im Jahr 2008 rund 2 % der Gesamtstichprobe.
Jeweils ein gutes Viertel dieser Bäume (je 26 %) fiel infolge außerplanmäßiger Nutzung wegen abiotischer oder biotischer Schäden (bspw. Borkenkäfer) aus. Momentan "ruhen" 7 WSE-Aufnahmepunkte, da der alte Inventurbestand nicht mehr existiert und noch keine bonitierbare Verjüngung nachgewachsen ist.
Forstliche Maßnahmen für einen gesunden Wald
Die langfristige Erhaltung der Stabilität von Waldökosystemen erfordert geeignete forstliche Maßnahmen zur rechtzeitigen Erkennung von Gefährdungspotentialen, zur Vorbeugung und Begrenzung von Schäden sowie zur Reduzierung von Schadwirkungen. Diese Risikovorsorge ist ein zentraler Bestandteil der nachhaltigen Forstwirtschaft, da dadurch den nachfolgenden Generationen der Wald in seiner multifunktionalen Wirkungsweise übergeben wird.
Naturnaher Waldbau
Nur standortsgerechte, stabile und überwiegend gemischte Wälder können in integrierter Weise den vielfältigen Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen gerecht werden. Der naturnahe Waldbau baut auf diesem Ansatz auf und fördert mit einer angepassten Arten- und Strukturvielfalt die ökologischen Gleichgewichte im Wald. Die Grundsätze des naturnahen Waldbaus lauten:
• Entwicklung dauerwaldartiger Strukturen durch Förderung von Ungleichaltrigkeit und Stufigkeit,
• Förderung der Entwicklung artenreicher, naturnaher Mischwälder,
• Vorrang der Naturverjüngung,
• Beachtung der Vielfalt von Waldstandorten,
• Vermeidung von Kahlschlägen,
• Verjüngung unter Schirm,
• Waldpflege nach dem Ausleseprinzip/Zielstärkennutzung,
• Vermeidung von Schäden an Wald und Boden,
• integrierter Waldschutz/Wildbestände gemäß Verordnungsorientierung,
• Berücksichtigung sukzessionaler Prozesse,
• Stärkung der Selbstregulierungsvermögen des Waldes,
• Integration besonderer Naturschutzziele
http://www.thueringen.de/de/publikationen/start.asp?hausid=9 ( kB)
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(Quelle: (Quelle: TMLFUN, Auszug aus dem Forstbericht 2009))
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Auszug aus dem Vorwort des Thüringer Ministers für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar
Mit dem Forstbericht 2008 legt die Landesforstverwaltung umfassend Rechenschaft über die Wälder und Waldbewirtschaftung des Jahres 2007 im Freistaat Thüringen ab. Auf den folgenden Seiten finden Sie vielfältige Informationen über alle Aufgabenbereiche der Forstverwaltung. Des Weiteren sind aktuelle Entwicklungen in der Forstwirtschaft und Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2007 dargestellt. Aber vor allem die Auswirkungen des Orkans "Kyrill" sind das beherrschende Thema, welches diesen Jahresbericht prägt.
Nahezu der gesamte erste Monat des Jahres 2007 stand unter dem Einfluss einer von Zyklonen geprägten westlichen Luftströmung, wobei zahlreiche Sturm- und Orkantiefs in rascher Folge vom Nord-Atlantik in Richtung Britische Inseln und weiter nach Skandinavien zogen. Am 18. und 19. Januar 2007 fegte schließlich der stärkste Orkan dieser Kette über Mitteleuropa hinweg. In Verbindung mit den vorhergegangenen starken Niederschlägen und damit wassergesättigten Waldböden verursachte "Kyrill" die schwersten Sturmschäden in Thüringen seit mehr als 60 Jahren. Mit viel Engagement und Einsatzbereitschaft wurde die durch Kyrill hervorgerufene Sondersituation bewältigt.
Die von der Landesforstverwaltung über alle Waldbesitzarten durchgeführte Schadflächenkartierung stellte 6.268 ha Kahlflächen und 4.712 ha stark verlichtete Flächen fest. Darüber hinaus entstanden auf einer Fläche von über 200.000ha vereinzelt Schäden. Die Schadholzmenge belief sich auf rund 3 Mio. Festmeter. Fünf Prozent der gesamten Thüringer Fichtenwälder waren auf einen Schlag kahl oder stark verlichtet. Damit wurde die Baumart Fichte mit Abstand am stärksten geschädigt. Diese Tatsachen verdeutlichen gut die Anfälligkeit dieser auf großer Fläche noch als Reinbestand stockenden Baumart für die Folgen des Klimawandels. Sie unterstreichen jedoch vor allem die vor dem Hintergrund der prognostizierten Zunahme an Sturmereignissen bestehende Notwendigkeit, stabile Mischbestände zu entwickeln. Hinzu kommt die Entwicklung einer gemeinsam durch die Waldbesitzer, Verbände, Holzindustrie, Landesforstverwaltung und Wissenschaft getragenen Katastrophenvorsorge, die bis dato so nicht vorhanden war. Als erste Maßnahmen dazu wurden große Nass- und Trockenlagerplätze für Schadholz angelegt, Spezialtechnik in den Forstämtern angeschafft und die Kapazität der staatlichen Baumschule erweitert. Darüber hinaus laufen viele weitere Bestrebungen auf Hochtouren.
Waldstrukturen
Die Übersichten über die Baumarten-, Alters- und Durchmesserverteilung sowie die Vorrats- und Zuwachsverhältnisse für den Gesamtwald werden periodisch im Rahmen der Bundeswaldinventur erstellt. Für den öffentlichen Wald und den Privatwald über 50 Hektar Größe werden Waldstrukturdaten darüber hinaus im Rahmen der periodischen Betriebsplanung gemäß Thüringer Waldgesetz erfasst.
Die Wälder in Thüringen werden durch die Baumarten Fichte, Buche und Kiefer geprägt. Vielerorts sind die ursprünglichen Laub- und Mischwälder in der Vergangenheit durch Nadelbaumbestände ersetzt worden. Die kontinuierliche Zunahme des Laubbaumanteils um 7% seit 1993 und ein aktueller Mischwaldanteil in Höhe von rund 70% bezogen auf den Gesamtwald (Stand: 2002) sind Erfolge der Umstellung auf naturnahe Waldbewirtschaftungsformen.
Die Situation der Waldstrukturen in Thüringen ist durch die Sturmschäden im Berichtszeitraum insbesondere in den Hauptschadgebieten der höheren Lagen des Thüringer Waldes und des Schiefergebirges beeinflusst worden.
Nahezu der gesamte Januar 2007 stand unter Einfluss einer zyklonal geprägten westlichen Höhenströmung, wobei in rascher Folge zahlreiche Sturm- und Orkantiefs vom Nord-Atlantik in Richtung Britische Inseln und weiter nach Skandinavien zogen. Am 18. und 19. Januar 2007 fegte der schwerste Orkan dieser Kette über Mitteleuropa hinweg. Dieses Sturmtief Kyrill hatte eine räumliche Ausdehnung, die den verheerenden Orkan "Lothar" deutlich übertraf, wies jedoch geringere Spitzenwindgeschwindigkeiten auf. In Verbindung mit den vorhergehenden intensiven Niederschlägen und den dadurch wassergesättigten und "weichen" Waldbodenverhältnissen verursachte Kyrill in Thüringen die schwersten Sturmschäden (Bruch- und Wurfschäden) seit mehr als 60 Jahren.
Die durch die Thüringer Landesforstverwaltung durchgeführte Schadflächenkartierung erbrachte 6.268 ha Kahlflächen und 4.712 ha stark verlichtete Flächen (Bestockungsgrad über alle Waldbesitzarten hinweg. Erfasst wurden alle Schadflächen größer 0,5 ha. Darüber hinaus entstanden auf einer Fläche von über 200.000 ha Streuschäden. Die Schadholzmenge durch Kyrill belief sich auf rund 3 Mio. Festmeter. In Bezug auf die Baumarten ist die Fichte mit Abstand die in Thüringen am stärksten geschädigte Baumart. Annähernd 90% der stark geschädigten Flächen waren mit Fichten bestockt (bei der Buche nur 1,5%). Damit sind 5% der gesamten Fichtenfläche in Thüringen kahl oder stark verlichtet. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Anfälligkeit der auf großen Flächen noch als Reinbestände stockenden Fichten und unterstreichen allein vor dem Hintergrund der prognostizierten Zunahme von Sturmereignissen im Zuge des Klimawandels die Notwendigkeit, nach Kräften mittels Waldumbaus stabilere Mischbestandsverhältnisse zu fördern.
Allgemeine Schadsituation
Der Wald hat sich nach dem Extremtrockenjahr 2003 immer noch nicht grundlegend erholt. Der deutlich geschädigte Waldflächenanteil Thüringens liegt bei 34%. Erfreulicherweise hat sich der Belaubungszustand der Buche und Eiche im Vergleich zu den Vorjahren wieder leicht verbessert.
Die Waldschadenserhebung 2008 weist in Thüringen 34% der Waldfläche als deutlich geschädigt (Schadstufen 2-4), 45% als schwach geschädigt (Schadstufe 1) und 21 % ohne Schadmerkmale (Schadstufe 0) aus. Damit ist auch 2008 der Anteil der deutlich geschädigten Bäume nicht merklich gesunken und befindet sich seit 2004 auf nahezu gleichbleibend hohem Niveau.
Die mittlere Kronenverlichtung aller Baumarten liegt 2008 bei 22,9% und ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.
Die Baumart Fichte stockt in Thüringen auf 43 % der Waldfläche und weist von allen Baumarten die geringsten sichtbaren Schäden auf. In diesem Jahr beträgt die mittlere Kronenverlichtung 20,3% und ist damit gegenüber 2007 um 0,5 % gesunken.
Der Waldflächenanteil der Kiefer beträgt in Thüringen rund 16 %. Die mittlere Kronenverlichtung liegt 2008 bei 29,2% und ist gegenüber dem letzten Jahr um 3,3% angestiegen. Damit ist die Kiefer 2008 die am stärksten geschädigte Baumart Thüringens.
Mit einem Anteil von 20% ist die Buche die am häufigsten vertretene Laubbaumart in Thüringen. Die mittlere Kronenverlichtung der Buche sank um 2,4% und liegt jetzt bei 22,6%. Der positive Trend der letzten beiden Jahre hat sich fortgesetzt.
Der Waldflächenanteil der Eiche beträgt rund 7%. Bei der Eiche konnte eine Verbesserung des Kronenzustandes um 2,4% festgestellt werden und liegt jetzt bei 26,9%. Es ist eine stetige Erholung der Eichenbestände seit dem Trockenjahr 2003 festzustellen. ( kB)
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(Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt)
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Auszug aus dem Vorwort des Thüringer Ministers für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar
"Mit dem Forstbericht 2007 legt die Thüringer Landesforstverwaltung einen umfassenden Rechenschaftsbericht zu den Wäldern und zur Waldbewirtschaftung im Freistaat für das Berichtsjahr 2006 vor.
Mit der Forststrukturreform wurden bereits 2005 die organisatorischen Rahmenbedingungen grundlegend geändert. Mit viel Engagement und Einsatz der Bediensteten konnten inzwischen die damit verbundenen Herausforderungen unter Erhaltung des Organisationsmodells "Gemeinschaftsforstamt" bewältigt werden.
Wälder sind nicht nur Produktionsstätten für einen wertvollen, nachhaltig erzeugten Rohstoff, sondern immer auch vielfältige Lebensräume für die heimische Fauna und Flora. Der Wert des Waldes als Lebensraum und Rückzugsgebiet seltener Arten kommt in Thüringen durch den insgesamt hohen Anteil von Waldflächen in naturschutzrechtlichen Schutzgebieten zum Ausdruck. Mit dem Abschluss der Gebietsmeldungen 2006 umfassen die NATURA 2000-Flächen einen Gesamtumfang von 183.925 ha. Das sind mehr als 11 % der Landesfläche, die zu rund 70 % mit Wald bestockt sind. Der naturschutzfachliche Wert der Wälder ist nicht zuletzt das Ergebnis einer über Generationen hinweg praktizierten, verantwortungsbewussten Pflege und Nutzung durch die Waldbesitzer.
Wald erfüllt aber auch noch eine Vielzahl weiterer Funktionen. Für Städte und Gemeinden im ländlichen Raum und die Akteure aus dem Tourismusbereich hat er eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. Für viele Menschen ist er Ort der Erholung. Die Sozial- und Erholungsfunktionen des Waldes wurden in den zurückliegenden Jahren gezielt ausgebaut. Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen unter dem Motto "Wald bewegt" haben Landesforstverwaltung, Vereine und Organisationen im Jahr 2006 dem besonderen Stellenwert des Waldes für Sport und Freizeit Rechnung getragen. Ein weiteres wichtiges Element der forstlichen Umweltbildung sind die alljährlichen Waldjugendspiele. Sie wurden 2006 bereits zum 14. Mal erfolgreich organisiert und erstmalig in allen 28 Thüringer Forstämtern durchgeführt. Die Anzahl der teilnehmenden Kinder war mit 7.924 so hoch wie nie zuvor.
Bei allen Anstrengungen der Waldeigentümer können klimatische Veränderungen, Witterungsextreme, forstliche Schädlinge und anthropogene Stoffeinträge unsere Wälder nachhaltig beeinträchtigen. Der deutliche Anstieg geschädigter Bäume seit dem Extremsommer 2003, die immensen Schäden durch den Sturm "Kyrill" und die prognostizierte Borkenkäferkalamität machen deutlich, wie sensibel der Wald auf Umweltbedingungen reagiert. So weist die Waldschadenserhebung 2007 rund 35 % der Waldfläche Thüringens als deutlich geschädigt aus."Forstbericht 2007.pdf (2157 kB)
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(Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt)
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Waldzustandsberichte Thüringen
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Waldzustandsbericht 2005 (Auszug aus dem "Forstbericht 2005") |
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Der Zustand der Waldökosysteme hat nach dem Hitze- und Trockenheitssommer 2003 noch nicht die erwartete Verbesserung erreicht. Obwohl das Jahr 2005 mit überdurchschnittlich vielen Niederschlägen und Kälteperioden begann, fällt die klimatische Wasserbilanz bisher aber wieder negativ aus. Das erklärt der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar.
Diese Wasserbilanz ist die Differenz aus der Summe des Niederschlags und der Summe der potentiellen Verdunstung. Die Wasserversorgung hat einen großen Einfluss auf den Zustand und die Vitalität von Waldbeständen und wirkt auch noch lange Zeit nach.
Der 2004 entstandene Ausgleich des Niederschlagsdefizits hat sich ab April 2005 leider bis jetzt nicht fortgesetzt.
Die Waldschadenserhebung weist
- 24 % ohne Schadmerkmale (Schadstufe 0),
- 42 % als schwach geschädigt (Schadstufe 1) und
- 34 % der Waldfläche als deutlich geschädigt (Schadstufen 2 - 4)
aus. Der Waldzustand hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.Auszug aus dem Forstbericht 2005.pdf (2037 kB)
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(Quelle: Presseinformation des TMLNU vom 18.10.2005)
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Waldzustandsbericht 2004 (Auszug aus dem "Forstbericht 2004") |
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Informationen über die aktuellen Verhältnisse in den Wäldern Thüringens sowie das tagtägliche Engagement der Waldeigentümer.
Darüber hinaus vermittelt der Bericht ein Bild von der umfassenden Arbeit, die die Forstbediensteten für den Schutz der Wälder und deren ordnungsgemäße Bewirtschaftung leisten.Waldzustandsbericht 2004.pdf (260 kB)
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(Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, 11/2004)
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Der Waldzustandbericht gibt einen Überblick über die Waldschadenssituation in Thüringen im Jahr 2002Waldzustandsbericht2002.pdf (1038 kB)
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(Quelle: Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Forsten)
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THÜRINGEN
Mittwoch, 19. Oktober 2005
Gesunde Bäume sind in der Unterzahl
Etwa ein Drittel der Waldfläche in Thüringen beschädigt - Niederschlagsdefizit in diesem Jahr
Erfurt. (dpa/tlz) Der Zustand der Thüringer Wälder hat sich nicht verbessert. Etwa ein Drittel der Waldfläche ist nach wie vor geschädigt, teilt das Umweltministerium mit. Nur jeder vierte Baum ist gesund. Damit habe sich der Waldzustand nicht verändert. Mit 31,3 Prozent sei die Eiche weiterhin die am stärksten geschädigte Baumart im Freistaat. Ursachen seien zu trockene Wälder, saure Böden und zu hohe Luftschadstoffe.
In Thüringen gibt es knapp 550000 Hektar Wald. Nur 24 Prozent der Bäume weisen keine Schaden auf. 42 Prozent seien schwach geschädigt.
Bei älteren Bäumen sei der Schädigungsgrad merklich höher. Bei der Fichte blieb das Schadniveau im Vergleich zum Jahr 2004 unverändert. Bei der Kiefer vergrößerte sich der Nadelverlust, während sich die Buche leicht erholte.
Einen großen Einfluss auf die Vitalitat der Waldbestände habe die Wasserversorgung. Obwohl dieses Jahr mit überdurchschnittlich viel Regen und Kälteperioden begann, gebe es noch immer ein Niederschlags-Defizit. Zudem machten Luftschadstoffe den Wäldern zu schaffen. Obwohl sich der Schadstoffausstoß erheblich verringerte, sei der Ausstoß besonders von Stickstoffverbindungen immer noch zu hoch. Dies werde von einer verstärkten Versauerung der Boden begleitet. Notwendig seien unter anderem Bodenschutzkalkungen, eine nachhaltige Holznutzung und langfristiger Waldumbau.
Aus der Sicht der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Landesverband Thüringen e.V. insgesamt eine erschreckende Entwicklung.
Der Waldzustand wird seit Jahren zu wenig beachtet, obwohl es keinen Grund zur Entwarnung gibt.
Im Gegenteil: Die Gefährdung des Grund- und Trinkwassers durch die Übersättigung des Bodens mit Schadstoffen und die daraus resultierende Bodenversauerung sind bereits heute Realität und drohen bei halbherzig durchgeführten Maßnahmen in Zukunft noch verstärkt aufzutreten.
Diese Situation erfordert eine stärkere Reduzierung der Emissionen an der Quelle ihres Entstehens:
1. Verminderung des Individualverkehrs mit gleichzeitiger Verbesserung der KfZ-Motoren
2. Förderung des ÖPNV’s
3. verstärkte Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene
4. verstärkte Förderung der regenerativen Energien
5. die Extensivierung der Landwirtschaft und neue Ausbringungstechniken für die Düngung ( 90% der Ammoniak-Emission stammen aus der Landwirtschaft) ( kB)
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