Baum des Jahres

Aufruf "Wo steht Thüringens schönster Baum des Jahres"

Seit 2008 startet die SDW Thüringen im Frühjahr einen Aufruf nach dem schönsten "Baum des Jahres" in Thüringen. Der jeweilige "Baum des Jahres" wird mit Standortbeschreibung und Foto (auch digital) an die Geschäftsstelle gesandt. Aus der Anzahl aller eingesandten Bäume werden im September von einer Jury die 10 aussagekräftigsten Fotos ausgewählt, die vor Ort dann in Augenschein genommen werden. Nach der Begutachtung trifft die Jury die endgültige Auswahl.

Die Prämierung des Baumes findet gemeinsam mit dem Einsender am Standort des Baumes statt.

Thüringens schönste "Bäume des Jahres" von 2008 bis heute

2015 Feldahorn im Wachenbrunner Wald / Themar
2014 Traubeneiche in Schöngleina (Naturdenkmal)
2013 Wildapfel am Hühnersbach-Triebelsweg (Gemeinde Schleusegrund)
2012 Lärche in Schleusingen
2011 Elsbeere am Thüringenweg bei Burgrabis
2010 Vogelkirsche in Wittmannsgereuth
2009 Bergahorn in Lehesten
2008 Walnussbaum in Kannawurf

Die Wahl zum "Baum des Jahres"

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.
Khalil Gibran


Die Auswahlkriterien für die Wahl eines Baumes sind sehr unterschiedlich: So soll durch die Wahl zum Baum des Jahres entweder auf die Seltenheit einer Baumart, auf die Gefährdung durch neuartige Waldschäden oder Baumkrankheiten, auf die Bedeutung eines Baumes für die Menschen oder auf die Relevanz der Bäume für ein Ökosystem hingewiesen werden.

Die Stieleiche war 1989 der erste so ausgezeichnete Baum, der aufgrund seiner Bedrohung durch neuartige Waldschäden ausgewählt wurde. Andere Bäume wie die Wildbirne (1998) gehören zu den seltensten Bäumen Deutschlands oder zeigen wie die Ulme (1992) einen starken Bestandsrückgang. Die Beeren der Eberesche (1997) sind für über 60 Vogelarten von Bedeutung und daher für ökologisch ausgerichtete Mischwälder wichtig. Im Jahr der Wiedervereinigung wurde auf die Linde (1991) als Symbol der Freiheit und des Friedens hingewiesen. Ein besonderer Erfolg war die Wahl des Speierlings im Jahr 1993. Damit wurde der stark gefährdete Speierling vor dem Aussterben bewahrt. Durch die bundesweite Kampagne sind nach Schätzung der SDW mehr als eine halbe Million Speierlinge neu gepflanzt worden.

Die Motivation, eine Baumart für ein Jahr besonders hervorzuheben, ist eine ähnliche, wie beim Tag des Baumes. Mit Hilfe des Baum des Jahres sollen der Bevölkerung ökologische, forstliche oder naturschutzfachliche Zusammenhänge verdeutlicht werden. Waldbesitzer und Forstdienststellen sollen auf neue waldbauliche Möglichkeiten, die letztlich zu einem artenreichen Mischwald führen, hingewiesen werden. Städte und Grünämter werden durch die Wahl einer Baumart zum Baum des Jahres dazu angeregt, bei Neupflanzungen insbesondere diese gewählten Bäume zu verwenden.

Quelle: http://www.sdw.de

Bäume der vergangenen Jahre (1989 bis heute)

Jahr Baum Botanischer Name
2016 Winterlinde Tilia cordata
2015 Feldahorn Acer campreste
2014 Traubeneiche Quercus petraea
2013 Wildapfel Malus sylvestris
2012 Europäische Lärche Larix decidua
2011 Elsbeere Sorbus torminalis L.
2010 Vogelkirsche Prunus avium L.
2009 Bergahorn Acer pseudoplatanus L.
2008 Walnuss Juglans regia L.
2007 Waldkiefer Pinus sylvestris L.
2006 Schwarzpappel Populus nigra L.
2005 Rosskastanie Aesculus hippocastanum L.
2004 Weißtanne Abies alba MILL
2003 Schwarzerle Alnus glutinosa L.
2002 Wacholder Juniperus communis L.
2001 Esche Fraxinus excelsior L.
2000 Sandbirke Betula pendula Roth
1999 Silberweide Salix alba L.
1998 Wildbirne Pyrus communis L.
1997 Eberesche Sorbus aucuparia
1996 Hainbuche Carpinus betulus L.
1995 Spitzahorn Acer platanoides L.
1994 Eibe Taxus baccata L.
1993 Speierling Sorbus domestica L.
1992 Bergulme Ulmus glabra Huds. emend. Moss
1991 Sommerlinde Tilia platyphyllos Scop.
1990 Rotbuche Fagus sylvatica L.
1989 Stieleiche Quercus robur L.