Auerwildprojekt

Auerhahn
Auerhahn. (Foto: © Sebastian Hey)

Der Schutz und die Erhaltung der Auerhühner im Freistaat Thüringen hat eine lange Tradition. Ihr Fortbestand liegt auch der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Thüringen sehr am Herzen.

Stetiger Rückgang geeigneter Lebensräume und überhöhte Populationen von Prädatoren wie Fuchs, Marder und Wildschwein haben die Auerwildbestände in Deutschland stark reduziert. Als Rote-Liste-Art ist das Auerhuhn auch in Thüringen als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Während um 1970 die Population noch etwa 300 Individuen aufwies, schmolz sie in den vergangenen Jahren deutlich ab. Seitdem sind erhebliche Anstrengungen unternommen worden, um den Auerhühnern, mit Schwerpunktverbreitung in Thüringer Schiefergebirge, zu helfen.

In Langenschade bei Rudolstadt befindet sich die bundesweit einzige Auerwildaufzuchtstation welche direkt von einer Landesforstverwaltung betrieben wird. 

Im Jahr 2010 wurde im Thüringer Landwirtschaftsministerium die Entscheidung zum kompletten Neubau der über 20 Jahre alten Auerwildaufzuchtstation getroffen. Hier galt es, alle Erfahrungen einzubringen, die seit dem Beginn der ersten Schutzaktionen in den 1970er Jahren gesammelt wurden.

Der Thüringer Landesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat den Bau neuer Volieren für die Aufzucht des Auerwildes finanziert und damit in hohem Maße zum Gelingen des Projektes beigetragen. 

Nach einer zweijährigen Vorbereitungsphase und der Fortführung des Projektes durch die neugegründete Landesforstanstalt fand am 30.11.2012 die feierliche Eröffnung der neu erbauten Station in Langenschade statt.

Auf der neuen Zuchtstation ruhen nun die Hoffnungen für den Fortbestand der Auerhühner in Thüringen.