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(Landesverband)

„Baum der Hoffnung“ für Mühlhausen

Um auf den „Tag der Kriminalitätsopfer“, der jährlich am 22. März begangen wird, aufmerksam zu machen, pflanzt der Kreisverband Unstrut-Hainich der SDW Thüringen, vertreten durch Martin Haberkorn, am 12.04.2017 gemeinsam mit Ronald Haase und Rechtsanwalt Thomas Rotzal von der Außenstelle des Weissen Rings im Unstrut-Hainich-Kreis sowie der Bürgermeisterin Beate Sill einen „Baum der Hoffnung“.
 
Die Zerr-Eiche (Quercus cerris) bekommt ihren Platz an zentraler Stelle bei den Bushaltestellen des Bahnhofes in Mühlhausen.
 
So, wie ein Baum für natürliche Stärke steht, aber auch für Geduld und für ein Sich-Zeit-Lassen, um sich zu entfalten, sind auch Opfer von Straftaten stark, nachdem ihr Leben durch ein Verbrechen aus den Fugen geraten ist. Auch sie könnten aus eigener Kraft und mithilfe anderer Menschen mit der Zeit zurück in eine Normalität finden, wie der Baum nur in einem gesunden Umfeld zu Großem heranwächst.
 
Der „Baum der Hoffnung“ soll ein bleibendes Zeichen sein, um die Situation von Kriminalitätsopfern sichtbarer zu machen. Viel zu oft stehen noch immer die Täter im Mittelpunkt des Interesses. Der „Baum der Hoffnung“ soll Symbol für Auswege und Perspektiven und für erneute Teilhabe am gesellschaftlichen Leben werden.
 
Der „Tag des Kriminalitätsopfers“ wurde 1991 vom WEISSEN RING als Mahnzeichen gegen das mangelnde Problembewusstsein der Gesellschaft für die Belange der durch Kriminalität und Gewalt geschädigten Opfer und ihrer Familien in Deutschland etabliert. Dieser Tag erinnert an die persönliche, rechtliche und wirtschaftliche Situation der Opfer, die auf Schutz, praktische Hilfe und Solidarität unseres Gemeinwesens angewiesen sind. Der WEISSE RING stärkt mit diesem Signal seit vielen Jahren das öffentliche Bewusstsein für Opferbelange und fordert Politik, Justiz und Verwaltung zum Handeln auf.

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