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(Landesverband)

Informieren, aufrütteln, motivieren

Foto: © SDW Thüringen

Mit Live-Satellitenbildern sichtbar gemacht: Der Klimawandel ist da

Die Schülerinnen und Schüler von vier Thüringer Schulen erleben, auf Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Thüringen e.V., die Germanwatch Klimaexpedition.
 
Stationen der Klimaexpedition in Thüringen sind:
 
27.03.2017 Staatl. Regelschule Unstruttal Mühlhausen
29.03.2017 Edith-Stein-Schule Erfurt
30.03.2017 Staatl. Gemeinschaftsschule Tonna
31.03.2017 Staatl. Regelschule Mihla
 
Dass der Klimawandel nicht vor Deutschland halt macht, haben wir hier in Thüringen besonders stark im Jahr 2007 gemerkt, als der Orkan „Kyrill“ immense Schäden besonders im kulturbestimmten Fichtenwald anrichtete. Die durch den Klimawandel häufiger vorkommenden Starkniederschläge und Sturmereignisse werden sich auch auf die Wälder und die Baumartenzusammensetzung auswirken. Hierunter wird vor allem die Fichte leiden, da sie durch ihr flaches Wurzelwerk gegenüber Sturmwurf besonders anfällig ist.
 
Die Stressfaktoren für die Baumarten werden zunehmen. So ist zu erwarten, dass Schadinsekten gut mit den wärmeren Lebensbedingungen klarkommen. Schadinsekten, die bisher keine geeigneten Lebensbedingungen vorgefunden haben, könnten sich nun auch in Mitteleuropa wohlfühlen und so eine neue Gefahr für unsere Wälder darstellen. Der Wald ist also ein Leidtragender des Klimawandels. Gleichzeitig ist er aber auch Hoffnungsträger im Kampf gegen die CO2-Emissionen. Schließlich nimmt jeder Baum bei seinem Wachstum CO2 auf und „lagert“ es in Form von Kohlenstoff im Holz. Erst wenn das Holz aus Altersgründen vermodert oder verbrannt wird, wird dieses CO2 wieder in die Atmosphäre abgegeben.
 
Bei der Klimaexpedition werden die Schülerinnen und Schüler in 90-minütigen interaktiven Präsentationen über die Folgen der menschlichen Aktivitäten auf der Erde mittels Live-Satellitenbildern informiert. Im Vergleich von Live- und archivierten Satellitenbildern werden insbesondere die Folgen des Klimawandels sichtbar gemacht.
 
Schülerinnen und Schüler lernen Satellitenbilder zu verstehen und die großen Probleme des Klimawandels neu einzuordnen. Die Vermittlung anhand der Bilder, die mit einer an der Schule aufgestellten Anlage vom Satelliten empfangen werden, fasziniert die Teilnehmer immer wieder.
 
In zwei Schulstunden werden Ideen diskutiert, wie die Schüler oder auch ganze Schulen aktiv werden können, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren. "Die Energiewende kann wichtige Impulse für die Berufswahl der Schülerinnen und Schüler geben. Sie begreifen, dass individuelles Handeln wichtig ist, weil es gesellschaftliches Verhalten und Rahmenbedingungen zu verändern hilft", erklärt Stefan Rostock, Teamleiter Bildung für Nachhaltige Entwicklung bei Germanwatch.
 
Klimawandel und Klimaschutz werden uns zukünftig noch viel abverlangen.

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